Change Management

Change Management ist seit den achtziger Jahren nicht mehr aus dem Alltag von Organisationen wegzudenken. Man spricht sogar schon vom “Change-Overload”. Auch wenn der “Change-Hype” Skepsis gegenüber Veränderungsmanagement als Haltung an sich erzeugt, bleibt es dennoch grundlegend wichtig, Wandel in Organisationen gekonnt umzusetzen, damit Firmen, bzw. wirtschaftliche und politische Akteure handlungs- und wettbewerbsfähig bleiben. Es ist also wichtig, einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess oder gezielte, themenbezogene Veränderungen effektiv, effizient und nachhaltig umzusetzen.

Nachfolgend stellen wir Ihnen verschiedene Formen von Change Management vor. Welche Form von Change Management wird in Ihrer Organisation benötigt?

Arten von Change Management

Das Management von Wandel in Organisationen

Mögliche Charakteristika für die Klassifikation von Change Management sind:

  • Was genau soll verändert werden?
  • Warum soll es verändert werden?
  • Wer ist daran beteiligt?
  • Welchen Zweck soll die Veränderung erfüllen?
  • Mit wem soll der Wandel durchgeführt, bzw. durch wen soll er begleitet werden?

In der Literatur und in der Praxis finden sich diese Arten von Change Management:

Reengeneering/ Sanierung: Diese Art von Change Management steht im Zusammenhang mit der Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells bzw. der Weiterentwicklung eines bestehenden Geschäftsmodells. Dies impliziert meist den Eingriff in die Kernprozesse der Organisation, wobei als Ziele sowohl die Steigerung der Kundenzufriedenheit als auch eine effizientere Nutzung des Leistungspotentials dienen. Die Senkung von Kosten und die Steigerung der Qualität durch Neustrukturierung (z.B. Einsatz innovativer Technologien) spielen hier ebenfalls eine entscheidende Rolle.

Kaizen: Im Rahmen von Kaizen geht es um einen kontinuierlichen Veränderungs- und Verbesserungsprozess. Der Begriff stammt aus der japanischen Kultur und ist nicht nur eine Methode, die man anwendet, sondern eine Geisteshaltung und Denkweise, die vom Management und von den Mitarbeitern getragen werden soll. Bei dieser Geisteshaltung geht es um eine „Veränderung zum Besseren“ („Kai“, jap. „Veränderung“ und „Zen“ jap. =“zum Besseren“)

Lean Management: Lean Management zielt darauf ab, die prozessorientierte Unternehmensführung mit höchstmöglicher Effizienz sowie eindeutig definierter Prozesse und Abläufe zu gestalten.

Organisationsentwicklung: Organisationsentwicklung bezieht sich auf die längerfristigen und nachhaltigen Entwicklungs- und Veränderungsprozesse von Organisationen und die in ihr tätigen Menschen. Die Wirkung dieses Change Managementansatzes beruht auf dem gemeinsamen Lernen aller beteiligten Personen durch direkte Mitwirkung bei der Bearbeitung und Lösung betrieblicher, unternehmerischer und organisationsbezogener Probleme. Wesentlich für das Anliegen und die Intention von Organisationsentwicklung ist die Gleichrangigkeit und gegenseitige Ergänzung der folgenden zwei Hauptziele: Die Steigerung der Effektivität bzw. der Produktivität einer Organisation einerseits und die Steigerung der Humanität ihrer Arbeitsbedingungen bzw. die Verbesserung der beteiligten MitarbeiterInnen andererseits.

Ganzheitliches Change Management, Strategisches Redesign: Hier handelt es sich prinzipiell um das gleiche prozessuale Vorgehen wie bei einem Reengineering oder Sanierung. Nur wird hier der Fokus stärker auf die Führungskräfte und Mitarbeiter gesetzt.  Diese werden von Anfang an mit in Planung  und Durchführung des Change-Prozesses einbezogen.

Lernende Organisation: Eine Lernende Organisation ist eine Organisation, die sich kontinuierlich durch die aktive Lernbereitschaft ihrer Mitglieder weiterentwickelt. Ziel der Lernenden Organisation ist es, das Lern-und Wissenspotential der Mitarbeiter voll auszuschöpfen und damit die Leistungsfähigkeit der gesamten Organisation aufrechtzuerhalten und permanent zu steigern.