06. Mai 2017

#16 Selbst-Lernen

Was die meisten Menschen missverstehen – und manche sind genau aus diesem Grund unglücklich – ist, dass Ihnen niemand etwas beibringen kann, sie machen das immer selbst. Jedes Lernen ist eine Form der Selbs-Aneignung und eine Form der Selbst-Ermächtigung. Jeder Einsicht und jedem Lernprozess geht die pro-aktive kognitive Haltung voraus: „Ich kann das oder werde es können, wenn ich es erfahren habe.“ Das ist der Grund warum Autodidakten und Fast-Adapter andere verblüffen. Sie haben das, was Casey Neistats Frau Candice – inbesondere in Bezug auf ihn – „Inhibition“ nennt. Im Deutschen könnte man es übersetzen mit „Ungehindersein“ oder „Unmittelbarkeit.“

Selbst dann, wenn wir vorgegebene Schritte adaptieren, zum Beispiel wenn wir im Studium lernen, einen statistischen Test zu konstruieren oder lernen, eine Maschinenfunktion zu testen, machen wir uns diese Schritte zu eigen und im besten Fall zu einem Teil von uns selbst, wenn wir die Praxis oft brauchen werden. Was die meisten Menschen auch missverstehen ist, dass es mehr ein Körperwissen und später immer mehr ein Körper-Tun ist, denn reines Wissen. Wissen ist eine Voraussetzung, aber nicht der Akt der Umsetzung an sich. Deswegen herrscht auch viel Verwirrung im Moment, im Zeitalter der Konvergenz und der Informations-Überfülle. Weniger kann hier mehr sein. So nannte Gregory Manchess diese drei Dinge als die grundlegenden Determinaten seines Erfolgs: Fokus, Training, Prozess.

Autor: Riadh Brisam

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