04. Dezember 2015

#13 Warum gelebte Offenheit für Vielfalt Achtsamkeit braucht oder was meine Learnings aus dem Vortrag über Meditation waren

Am 2.12.2015 habe ich in der GEDANKTENtanken-Lounge einen Vortrag über Meditation im Alltag gehalten. Die Resonanz und Offenheit der Zuhörer hat mich sehr gefreut und beeindruckt. Es ging vor allem um die Frage, wie man ein produktives und schnelles Leben mit Phasen der Achtsamkeit und Einkehr verbindet, Inseln des Eins-Seins schafft, quasi. In einer materialistischen oder hier und dort post-materialistischen Welt fällt es schwer, von äußerem Erfolgsdruck und Ergebnisbessenheit loszulassen. Karlfried Graf Dürckheim sagte einmal in etwa: wenn es ums Gelingen so sehr geht, dass der Weg dorthin nicht mehr genossen werden kann, dann ist etwas im Ungleichgewicht. Und um Gleichgewicht und Gleichheit dreht es sich ja bei Gendemous

Ich möchte hier kurz die Learnings skizzieren, die ich aus dem Vortrag mitgenommen habe:

  • Jeder hat ein Bedürfnis nach Stille, Ruhe und Kontakt mit sich selbst. Manche Menschen verdrängen dieses Bedürfnis oder haben unterschiedliche Definitionen davon, was für sie „Stille, Ruhe und Kontakt“ sind. Das Grundbedürfnis, ein seelisch gesundes Leben zu führen, ist jedoch jedem Menschen zu eigen, selbst, wenn es ihm nicht gelingt und er sich in Kompensation verliert.
  • Jeder hat verletzliche Punkte („Trigger“) und verletzte Persönlichkeitsanteile. Der einer mehr, der andere weniger und sie differieren inhaltlich teilweise sehr stark, weil jeder ein ganz individuelles Set an Erfahrungen, einen ganz individuellen Rucksack mitbringt. – Auch an schönen Erfahrungen! In diesem Set an individuellen Erfahrungen steckt für mich auch die Kraft von Diversity. Ich nenne das „Micro-Diversity.“
  • Wenn wir uns diesen Anteilen vertrauensvoll öffnen, entsteht sehr viel Kraft und Spürsinn, der uns empfänglich macht für die Geschenke des Lebens.
  • Achtsamkeit und die damit verbundene Fähigkeit zur Selbststeuerung ist in der heutigen Zeit ein Hard-Skill, kein Soft-Skill, denn sie hilft uns mit der Informationsflut sinn-voll umzugehen und bessere, weil besonnenere Entscheidungen zu treffen.
  • Mit Menschen über Bedürfnisse, Gefühle und auch Beschädigungen und Einschränkungen zu sprechen, macht sie stark und gibt Ihnen Mut und kann auch die Möglichkeit bergen, diese Begrenzungen zu überwinden. Niemand ist perfekt. Aber alle vollkommen als die Ganzheit die sie sind.
  • Authentizität: wer sich ganz so zeigt, wie er oder sie ist, kann nur gewinnen. Auch wenn das oft unbequem erscheinen mag. 
  • Insbesondere regelmäßige Meditation erzeugt ganz klar Achtsamkeit und somit mehr Aufmerksamkeit in der Zusammenarbeit mit anderen.

Ich war sehr berührt von der Offenheit der Zuhörer und dem Feedback zum Vortrag. Eigentlich war es mehr ein interaktives Gespräch entlang der Inhalte, die ich vorbereitet hatte. 

Mindestens einmal pro Monat trifft sich nun ab nächster Woche, KW 50 2015 eine motivierte Gruppe neuer „angefixter“ Meditierer und Meditiererinnen, um nach Innen zu schauen und Achtsamkeit in den Alltag zu tragen. Ich freue mich darauf! Neue Meditierende, die das Sitzen erlernen wollen sind immer willkommen. Sie finden uns hier: Facebook-Gruppe Zen-Meditation.

Wenn Sie den Vortrag für Ihr Team, Ihre Firma oder Ihre Familie buchen möchten, können Sie hier: einen Termin ausmachen.

Autor: Riadh Brisam

lesen/kommentieren ...

Schreiben Sie einen Kommentar: